Archiv für den Monat: Oktober 2011

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Und nach dem Mittagessen sah es im Bereich der Tische aus wie Sau (ganz zu schweigen von den drei Kleinen, deren Gesichter und Hände noch vorm ins-Bad-gehen gereinigt wurden). Das ist nun nicht so wild. Aber schon morgens gab es Grund für Ärger, nachmittags auch. Und zwischendurch sowieso. Typisch Montag, sagt da manch einer. Aber mir kams eher vor wie ein Freitag – alle durch und nur Grütze im Kopf.

Im Nachhinein ist das schwer zu beschreiben. “Warn die denn so frech?” fragt ein Vater vorm Feierabend. Nee, sag ich. Und guck ein bisschen ratlos. Oder müde. Oder dumm.

Beispiel. Alle sitzen am Tisch, haben schon Teller mit Mittagessen vor sich, machen Geräusche mit Gläsern und Besteck, sind hungrig und ungeduldig, vor allem die Kleinste, die streckt schon die Arme aus und will haben. Da kommt noch ein Kind, was mit an den einen Tisch muß, aber dazu muß man den Tisch von der Wand ziehen (klar, daß heute natürlich alle Kinder da und alle drei Tische voll sind), und eh die alle aufgestanden sind, zieh ich doch alle (in dem Fall fünf) einzeln ein Stück, und dabei fällt die Kleinste vom Stuhl (ich kann sie aber halten, so Reaktionszeugs lernt man sehr schnell, eigentlich). Und wie ich das schreibe, jetzt, klingts schon nicht mehr so uäähh, auch nicht, wenn man sich Krach drumherum vorstellt und zwei, drei Kinder, die noch auf dich einreden, weil sie kein Messer/kein Wasser/kein anderes Dings haben. Gleichzeitig.

Mehrmals auf den Lippen hatte ich Himmelarschundzwirn. Himmeldonnerwetter hab ich oft gesagt. Hübsch verteilt übern Tag. Einmal hab ich auf den Tisch gehaun. Augen verdrehn geht eh immer gut. Zwischendurch mit den Kollegen lachen (ein ganz klein wenig hysterisch) geht sowieso immer gut. Und wie ich auf dem Heimweg so denk, jetz müsse nur noch jemand gegen meinen Latte to go semmeln …

Och naja.

(Und das Kind ist sauer, weil ich keine Lust auf Klingelstreich hab.)

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Abgesehen von den ganzen Klamotten zum Anziehen, die diese Jahreszeit mehr und mehr mit sich bringt, sind es die Taschentücher, die vermehrt zum Einsatz kommen. Ich trage jetzt immer zwei Packungen bei mir, wenn wir draußen sind. Das ist verdammt wichtig.

In der Kita gibts ein kleines Körbchen mit Taschentüchern, und im Moment wird es schnell leer. Überall laufende Nasen. Und ein bisschen Husten. Nun auch bei mir. Unangenehm. Aber grad ist Wochenende, außerdem bin ich ja kein Mann. Wenn Sie verstehen.

(Das Kind und ich waren heut im Baumarkt. Danach war ich völlig geschafft.)

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Liedgeträller mit den älteren Kindern. Gespensterjagd. Und alle suchen nach etwas Gruseligem. Und beginnen mit Geistern. Drachen. Fledermäusen (och naja). Monstern. Seeungeheuern. Toll! Mehr Gruselsachen bitte. Alle denken nach. Da kommt aber erstmal nix mehr.
Ich: “Wenn ich jetzt dem B. in den Hals beißen und von seinem Blut trinken würde, was wär ich dann?”
Kurze Pause.
M(5): “Eine Stechmücke.”

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Nur weil ich so müde und mir so kalt war und der Laden mal ganz leer, holte ich mir einen grande Caramel Macchiato (oder wie der heißt). Und der war zu süß, aber schön warm. Und aber auch viel zu teuer.

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Nun fängts wieder an zu dauern, bis man die Turnhalle betreten kann – es wird kalt. Viele Klamotten zum Ausziehen also (und erstmal zum Anziehen, weil zur Halle muß erstmal gelaufen werden). Und die meisten (fummligsten) Klamotten tragen die Kleinen, und die können selten alles allein (wenn überhaupt irgendwas), erst recht nicht nach Ende des Sports. Und da brauchen sowieso alle Hilfe. Weil sie müde sind (aber trotzdem laut, also die Kleinsten). Und man selbst braucht ganz dringend frische Luft.